05.04.2021 - 19:00 (CET)

Maurice Steger & das Freiburger Barockorchester

Werke von Händel, Vivaldi und Telemann
Live aus der Festhalle der Stadt Viersen

Maurice Steger, Blockflöte
Leila Schayegh, Violine und Leitung
Freiburger Barockorchester

Live auf QChamberstream.com & QChamberstream.com.cn
oder als Catch-Up Stream bis zum 5. Juni 2021

5. April – Maurice Steger & Freiburger Barockorchester LIVE aus der Festhalle der Stadt Viersen

QChamberstream.com präsentiert gemeinsam mit der Stadt Viersen ein einmaliges Osterkonzert, gepaart mit einem speziellen Gastronomieangebot für lokales Publikum, dass die ansässige Gastronomie unterstützt. Das Freiburger Barockorchester spielt gemeinsam mit Maurice Steger und Konzertmeisterin Leila Schayegh das festliche Programm TEMPESTA DI MARE mit Werken von Händel, Vivaldi, Geminani und Telemann. Das Konzert wird weltweit über QChamberstream.com und über die Seite QChamberstream.com.cn exklusiv in China übertragen.

Weitere Infos zur Festhalle der Stadt Viersen finden Sie hier.

“Schon zum zweiten Mal in Folge können wir Ostern nicht so feiern, wie wir es gewohnt sind – auch in musikalischer Hinsicht. Umso mehr freuen wir uns, das wir live aus der Festhalle Viersen ein Konzert der Extraklasse streamen können. Nicht nur barocke Meisterkompositionen von Vivaldi, Händel, Geminiani und Telemann sind zu hören, sondern auch zwei Ausnahmekünstler, mit denen wir erstmals zusammenarbeiten: Maurice Steger an der Blockflöte und Leila Schayegh, die das Konzert von der Violine aus Leiten wird. So wird Ostern also doch noch ein Highlight für uns.”

(Freiburger Barockorchester)


Maurice Steger

„Maurice Stegers Virtuosität und Stilempfinden sind bewundernswert”

© Jean-Baptiste Millot

Dass er als «Paganini», «Hexenmeister», «The world’s leading recorder player» oder der «elektrisierende und beflügelnde Dirigent» betitelt wird, ist somit nicht überraschend. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert spielend oder dirigierend mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo d’oro oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hrSinfonieorchester Frankfurt, den Violons du Roy aus Kanada, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur, erleben. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass all diese Klangkörper nach einer Arbeitsphase wie verwandelt klingen, klanglich sensibel und individuell, immer historisch informiert und spielfreudig ausdrucksstark im Hier und Jetzt.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern, wie Hille Perl, Rachel Podger, Avi Avital, Daniele Caminiti, Sebastian Wienand, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem französischen Cembalisten Jean Rondeau, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Auch ist er für Experimentelles oder neue Formationen zu haben, so tritt er bspw. mit dem Pianisten Martin Stadtfeld und dem Perkussionisten Christoph Sietzen auf. Mit dem Kuss Quartett wird sich Steger 2021 im Rahmen einer Uraufführung einer neuen Konzertform widmen.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nordund Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen FlötenSolisten ein.

Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des Tino Flautino, um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen.

Der Flöte spielende Tino Flautino ist in Stegers Heimatland, der Schweiz, ein Kinderheld und sein neuestes Abendteuer mit dem Kater Leo Leonardo präsentiert der Musiker mittlerweile in vielen Ländern und Sprachen.

Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD Souvenirs Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs und in Neapel entdeckte. Sein Album Baroque Twitter mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuria Rial wurde wiederum von Vogelgesängen inspiriert.

Die neuste Einspielung Mr. Handel’s Dinner, die mit dem La Cetra Barockorchester Basel erschien, empfindet Händels Opernvorstellungen in London und insbesondere deren Pausenmusiken nach. Die CD wurde mit riesiger Begeisterung von Hörern und internationalen Preisen der Presse aufgenommen. Regelmäßig spürt Steger barocken und frühklassische Raritäten auf, dirigiert und spielt diese oder veröffentlicht sie auf CD. Dafür wurde Maurice Steger vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Karajan Preis oder dem ECHO Klassik.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte aber auch ungehörten Orchesterjuwelen zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in einer Dokumentation gezeigt hat.

Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht, wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.

https://maurice-steger.com/

Freiburger Barockorchester

© Britt Schilling

Das Freiburger Barockorchester (FBO) zählt heute zu den führenden Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis. Seit mehr als 30 Jahren prägt es das internationale Musikleben und setzt mit seinen Konzerten und Einspielungen musikalische Maßstäbe.

Gegründet wurde das FBO 1987 von ehemaligen Studenten an der Hochschule für Musik in Freiburg, überwiegend aus der Geigenklasse von Rainer Kussmaul, dem späteren Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Bald avancierte das Ensemble zu einem der gefragtesten Orchester mit historischen Instrumenten und erlangte internationale Bekanntheit. Das FBO gastiert regelmäßig in den bedeutendsten, internationalen Konzertsälen, u. a. in der Berliner Philharmonie, in der Wigmore Hall London, im Lincoln Center in New York, im Concertgebouw Amsterdam oder in der Philharmonie de Paris. Konzerttourneen führen das Ensemble auf sämtliche Kontinente, von Südamerika bis Australien. Zugleich unterhält das FBO eigene Abonnementreihen in Freiburg, Stuttgart und Berlin und ist Gast bei großen Musikfestivals wie den Salzburger Festspielen, dem Tanglewood Festival in den USA oder bei den Tagen Alter Musik Innsbruck.

Das Kernrepertoire des Orchesters ist die Musik des Barocks und der Klassik, doch wird auch immer wieder die Musik der Romantik aufgeführt, besonders Werke von Mendelssohn und Schumann. Im Sinne der historisch informierten Aufführungspraxis konzertiert das FBO meist ohne Dirigent, für ausgewählte Projekte, z. B. für Opernaufführungen oder Orchesterwerke in großer Besetzung, arbeitet das Ensemble mit namhaften Dirigenten wie Pablo Heras-Casado, Sir Simon Rattle oder Teodor Currentzis zusammen. Eine besonders intensive, musikalische Freundschaft verbindet das FBO mit René Jacobs, mit dem sich das Ensemble im Besonderen den Opern Wolfgang Amadeus Mozarts oder Oratorien aus dem Barock und der Klassik widmet.

Die künstlerischen Leiter des FBO sind Gottfried von der Goltz (Violine) und Kristian Bezuidenhout (Hammerklavier), der diese Position 2017 von Petra Müllejans übernahm. Beide Künstler treten auch als Solisten in Erscheinung. Ferner arbeitet das Ensemble mit renommierten Instrumentalisten und Vokalsolisten zusammen, darunter Isabelle Faust, Philippe Jaroussky, Christian Gerhaher, Alexander Melnikov, Andreas Staier, Jean-Guihen Queyras u. v. a.

Die außerordentliche musikalische Vielfalt des FBO ist auf zahlreichen Einspielungen dokumentiert, die mit einer Vielzahl an Preisen und Auszeichnungen dekoriert wurden, darunter mehrere ECHO Klassik, Nominierungen für den Grammy und der Deutschen Schallplattenkritik.

In der Saison 2020/21 gastiert das Freiburger Barockorchester u. a. bei den Tagen Alter Musik in Innsbruck, in der Kölner Philharmonie und im Theater an der Wien. Mit Mozarts Così fan tutte unter der Leitung von René Jacobs in Moskau und auf den Kanarischen Inseln, sowie mit Webers Freischütz (ebenfalls mit René Jacobs) in der Philharmonie de Paris. Eine ausgedehnte Konzertreise führt das Ensemble zusammen mit Kristian Bezuidenhout nach Japan, wo Klavierkonzerte von W. A. Mozart gegeben werden. Händels Saul erklingt im April am Theater an der Wien.

https://www.barockorchester.de/


Programm Tempesta di Mare

G.Fr. Hândel (1685-1759)
Wassermusik Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348
I. Ouverture
II. Adagio e staccato
III. (without movement name)
IV. Andante — Nr. 3 da capo

F. Geminiani (1687-1762)
Concerto Nr. 7 d-Moll (nach Arcangelos Triosonate op.5 Nr.11 | Verzierungen nach Pietro Castrucci)
I. Preludio (Vivace)
II. Corrente (Allegro)
III. Sarabande (Largo)
IV. Giga (Allegro)

G.Fr. Hândel (1685-1759)
Wassermusik Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348
V. [Ohne Satzbezeichnung] VI. Air
VII. Minuet
VIII. Bourée
IX. Hornpipe
X. [Ohne Satzbezeichnung]

A. Vivaldi (1678-1741)
Concerto F-Dur RV 98 , RV 98 “La tempesta di Mare
I. Allegro
II. Largo
III. Presto

Interval

G.Fr. Hândel (1685-1759)
Wassermusik Suite Nr. 3 G-Dur, HWV 350
I. [Ohne Satzbezeichnung] II. Rigaudon
III. [Ohne Satzbezeichnung] IV. Minuet
V. [Ohne Satzbezeichnung] VI. [Ohne Satzbezeichnung] VII. [Ohne Satzbezeichnung]

G.P. Telemann (1681-1767)
Concerto C-Dur, TWV 51:C1
I. Allegretto
II. Allegro
III. Andante
IV. Tempo di Minuet

G.Fr. Hândel (1685-1759)
Wassermusik Suite Nr. 2 D-Dur, HWV 349
I. [Ohne Satzbezeichnung] II. Alla Hornpipe
III. Minuet
IV. Lentement
V. Bourrée