21.06.2020 - 20:00 (CET)

Christian Schmitt, Orgel und Matthias Höfs, Trompete

Werke von Albinoni, Bach, Schumann, Merkel, und Tartini.

Eintrittskarten EUR 25

21 Juni – Schlossfestspiele Ludwigsburg

Alles fügte sich genau zusammen dank Schmitts graziler, einnehmender Art. Stück für Stück erblühte in seiner eigene Weise in zarten Farben bis hin zum prächtigen Regenbogen des Orgelspektrums, um schließlich einen Blumengarten aus dem Programm erwachsen zu lassen.

Los Angeles Times

Christian Schmitt, Orgel

Seit seinen Debüts bei den Berliner Philharmonikern und den Salzburger Festspielen zählt Christian Schmitt zu den international gefragtesten Organisten. Er wird für sein virtuoses und charismatisches Spiel gerühmt. Seit 2014 ist er Principal Organist der Bamberger Symphoniker, für die er die Orgelserie für die Konzerthalle Bamberg kuratiert. Auch als Kammermusikpartner ist er weltweit gefragt.

Christian Schmitt ist mit der Staatskapelle Berlin unter Sir Simon Rattle aufgetreten, was zu einer Wiedereinladung für die aktuelle Saison führte, und hat Rezitale beim Bachfest Leipzig und im ausverkauften Saal der Elbphilharmonie in Hamburg gegeben. Er spielte an den Orgeln des Konzerthauses Berlin, der Philharmonie Berlin, des Wiener Musikvereins, des Gewandhauses Leipzig und des Maison Symphonique Montreal und arbeitete mit Dirigenten und Solisten wie Philippe Herreweghe, Jakub Hruša, Marek Janowski, Cornelius Meister,  Manfred Honeck, Magdalena Kožena, Sibylla Rubens oder Michael Volle zusammen.

Höhepunkte der Saison 2019/2020 sind sein Debüt in der Walt Disney Concert Hall präsentiert vom Los Angeles Philharmonic, Aufführungen von Saint-Saëns’ Dritter Sinfonie sowohl mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim als auch mit der NDR Radiophilharmonie unter Lionel Bringuier, die Uraufführung des neuen Orgelkonzerts von Ivan Fedele in Frankreich, die japanische Erstaufführung von Toshio Hosokawas „Umarmung – Licht und Schatten“ zusammen mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra in der Suntory Hall, ein Duorezital bei den Schlossfestspielen Ludwigsburg, sowie die Veröffentlichung seiner jüngsten Aufnahme der Hindemith-Kammermusik Nr. 7 mit dem Dirigenten Christoph Eschenbach.

Als Verfechter neuer Orgelwerke hat Christian Schmitt die Uraufführung von „Umarmung – Licht und Schatten“ für Orgel und Orchester von Toshio Hosokawa in der Bamberger Konzerthalle gespielt. Er programmiert regelmäßig Werke von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts sowohl im Rezital als auch in Aufführungen mit Orchester, und kombiniert Werke von Gubaidulina und Pärt mit Bach und Schumann.

Für die Deutsche Grammophon spielte Schmitt eine Reihe von Chorälen, Fugen und Fantasien für das Projekt ‚Bach 333 – The Complete New Edition‘ ein. Seine Diskographie umfasst rund 40 Aufnahmen von Kammer-, Orchester- und Orgel-Solowerken. Sein letztes Album mit Werken von Joseph Jongen, das er 2016 mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und dem Dirigenten Martin Haselböck für das Label CPO aufgenommen hat, wurde hoch gelobt. Ebenso hervorzuheben ist das Album ‚Prayer‘ mit Magdalena Kožena, das 2014 bei der Deutschen Grammophon erschien. Christian Schmitts Album mit Orgelsinfonien von Charles-Marie Widor, die er gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern unter Stefan Solyom einspielte, wurde 2013 mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Christian Schmitt studierte an der Musikhochschule Saarbrücken sowie bei Daniel Roth in Paris. An der Universität des Saarlandes belegte er außerdem Musikwissenschaft und Katholische Theologie. Als passionierter Pädagoge ist er als internationaler Gastdozent an Hochschulen weltweit tätig. Darüber hinaus unterrichtete er im Rahmen einer Lehrstuhlvertretung die Klasse von Professor Jürgen Essl und als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Saar.

Christian Schmitt ist als Sachverständiger beratend für Sanierungen und Neubauten von Orgeln in Berlin, Nürnberg, Zürich, Luzern und Brünn tätig. Sein neuestes Projekt ist eine digital gesampelte Version der Orgel der Philharmonie Essen für Konzerte mit und im Orchester. Die in Zusammenarbeit mit einer niederländischen Akustikfirma entstandene digitale Version der berühmten Orgel ist transportabel und an viele Räume leicht anpassbar. Christian Schmitt gehört zahlreichen internationalen Musikwettbewerbsjurys an und engagiert sich für das Musikvermittlungsprojekt „Rhapsody in School“.

 

Matthias Höfs, Trompete

Mit sechs Jahren erklärt Matthias Höfs die Trompete zu „seinem Instrument, weil sie so schön glänzt“. Seine Ausbildung erhält er bei Prof. Peter Kallensee an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Prof. Konradin Groth an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Gerade 18-jährig wird er Solo-Trompeters des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Die faszinierende Welt der Oper genießt er 16 Jahre lang. Höfs wird zur gleichen Zeit Mitglied des Ensembles GERMAN BRASS, mit dem er weltweit erfolgreich ist. Seit dem ersten Konzert des Ensembles 1985 schreibt er sich und seinen Kollegen Arrangements „auf den Leib“, die innovativ, nachhaltig und genreübergreifend die Brasswelt inspirieren. Mit musikalischem Pioniergeist erweitert Matthias Höfs kontinuierlich den Horizont seines Instruments – sei es durch die enge Zusammenarbeit mit Komponisten, die sich durch seine unvergleichliche Virtuosität und Experimentierfreude inspirieren lassen, sei es als „Botschafter der Trompete“ in seiner Heimat Schleswig-Holstein oder durch die langjährige Kooperation mit den Instrumentenbauern Max und Heinrich Thein. Die Leidenschaft für sein Instrument vermittelt Matthias Höfs auch seinen Studenten, die er seit 2000 als Professor an der Hochschule für Musik und Theater mit großem Engagement unterrichtet. Neben seiner ausgedehnten Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker hat Höfs bislang zahlreiche Solo-CDs produziert. Mit GERMAN BRASS gibt es darüber hinaus mehr als 20 CD Aufnahmen. Im Oktober 2016 wurde GERMAN BRASS der Deutsche ECHO Klassik verliehen – eine der höchsten Auszeichnungen für nationale und internationale Musiker.


Programm

Tomaso Albinoni
Konzert in F-Dur, bearbeitet für Trompete und Orgel
Grave-Allegro-Adagio-Allegro

Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565

Johann Sebastian Bach
Konzert D-Dur nach Vivaldi BWV 972 für Trompete und Orgel
Allegro- Larghetto-Allegro

Robert Schumann
Fuge über B-A-C-H op. 60 Nr. 1

Johann Sebastian Bach
Choralvorspiel bearbeitet für Trompete und Orgel

·Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ, BWV 639

Gustav Adolf Merkel
Variationen über ein Thema von Beethoven (op. 109), op. 45

Guiseppe Tartini
Konzert für Trompete D-Dur, bearbeitet für Trompete und Orgel
Allegro-Andante-Vivace


Video